handverlesen

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Bäume Baum. .aum. ..um. …m. …..

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Foto: anonymus

Nun bin ich als handverlesener Naturfreund sicher kein Dogmatiker und sicher auch kein geifernder Eiferer - beides liegt mir nicht nur bzgl. des Baumschutzes fern. Daher haben mich die scharfen Reaktionen und noch mehr die Taten der Befürworter des Mottos “Freies Sägen für Freie Bürger” doch überrascht, wer verantwortungsvoll mit den  Bäumen und deren Fällen umgeht, der wird doch gar nicht in seinem Tun kritisiert, oder fühlt man sich vielleicht doch ertappt?

Aber es gibt auch Ansätze für eine sachliche Diskussion, zumindest in den Kreisen der Linken, wo es ja auch Befürworter der “Freien Säge” gibt. In einer hitzigen aber am Ende doch sachbezogenen Diskussion wurde Konsens darüber erzielt, in den Entwurf einer neuen Baumschutzsatzung die Bedenken hinsichtlich einer überzogenen Bürokratie einzubauen. Auch erkläre ich hiermit nochmals ausdrücklich, da Horst und Lothar - und wohl auch der schweigsame Eberhard - mich darum baten, dass

  • Wald gar nicht von der Baumschutzsatzung betroffen ist, da gilt das WaldG.
  • Kleingärten auch nicht davon betroffen sind, da gilt das Bundeskleingartengesetz und da dürfen sowieso keine Waldbäume stehen
  • es generell nicht um ein Verbot des Fällens von Bäumen geht, das gab es auch vorher.

Trotzdem wächst der  Unmut bei den naturverbundenen Bürgern der Stadt und die Kritik wird  immer lauter, so dass handverlesen Anrufe erhält, Bilder von Baumfällungen im Briefkasten oder im Emailfach vorfindet, Autofahrer sogar rückwärts fahren, um dann handverlesen ihren Unmut kundzutun, so mit den Worten “Meine Frau regt sich derart darüber auf, dass ich erst mal weg mußte.” Gemeint war damit die nunmehr von der Stadt angekündigten Fällungen, über die die örtliche Presse geschrieben hat oder  gar im Gerichtssaal wo, sozusagen bei der Arbeit, darauf aufmerksam gemacht wird, dass wieder Bäume gefällt wurden.

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Und dies wird immer offensichtlicher, ob nun drei Bäume im Bereich Kurze Straße / Birkenstraße oder an der Dammsteinstraße, im Neubaugebiet an der Sparkasse, die große und gesunde Buche im Garten im Eckbereich Bahnhofstraße / Fritz-Schneider-Straße  und und und ….

Gerade in den Hinterhofbereichen oder in den nicht einsehbaren Gärten hinter den Häusern geht das Ersparen von Laubrechen vor dem Baumschutz.

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Foto: handverlesen

Die neueste Ausrede ist dann die, dass man jetzt ja nachholen müsse, was man zehn Jahre lang nicht gedurft hat.

Und damit nicht genug, denn damit  dadurch das Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Grün nicht aus dem Gleichgewicht gerät, will die Stadt Reichenbach auch gleich noch 36 Bäume fällen lassen, wobei die Gründe für die Fällungen durch die RAD GmbH, einer privaten Gesellschaft an der die Stadt beteiligt ist und die sich u. a. mit Grünpflege und Baumfällungenn beschäftigt, festgestellt worden sind.

Wobei Zweifel an der Sach- und Fachkunde bestehen, da teilweise selbst die Baumarten, siehe dazu den Beitrag “Die Esche die eine Linde ist (oder bald war) oder die Geschichte vom Bock als Gärtner” verwechselt und die vorgeblichen Erkrankungen oder sonstige Fällgründe an den Blättern der Bäume herbeigezogen wurden.

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Foto: anonymus

Zwar hat handverlesen die Fällung des obigen Baums schon gezeigt, die beiden Vorher-Nachher Bilder vom anonymen Baumwächter mit dem passenden grünen Pfeil wollte ich trotzdem den Lesern von handverlesen nicht vorenthalten, einerseits zur Verdeutlichung, andererseits als Aufruf weiter die Finger in die Wunde zu legen und drittens um mich daran zu erinnern,  den ausgelobten Lohn, er hat auch schon gedrängelt, auszukehren.


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