handverlesen

- - - - - - - - - - - - - - - - - Netzzeitung der humanistischen Atheisten Reichenbachs, des Vogtlands und der weiten Welt - - - - - - - - - - - - - - - parteiisch - aber offen und ehrlich - - - - Streng atheistisch - aber nicht missionierend

Kultur und Kampf vorm Fest

 
 
Liebe handverlesene Leserschaft,
 
handverlesen hat sich in der letzten Zeit rar gemacht, dass lag in erster Linie daran, dass gegen Jahresende doch immer wieder viel zu erledigen ist, es ist irgendwie jedes Jahr dasselbe, ich nehm mir vor alles wird gleich und weit vorm Fest erledigt, doch dann kommt dies und jenes und Zoll dazwischen, es gibt ja immer wieder mehr oder weniger originelle Überraschungen, deren Freudfaktor doch zwischen -10 und +10 schwankt.
 
Andererseits liegt derzeit über unserem neuen Deutschland nach der Wahl eine derartige bleiernde Endzeitstimmung, dass einen aufgrund der Entscheidungen der Regierenden vor Entsetzen und Staunen der Mund offen stehen bleibt und man in eine apathische Schreckstarre verfällt.
 
Aber alles wird auch wieder besser, bis auf die gefällten Bäume, denn tot ist tot - und es stumpft selbst den doch sehr mitdenkenden und mitfühlenden handverlesenen Leser ab, immer wieder neue Baumleichen zu sehen, ob nun in Oberreichenbach am Joppenberg, in Cunsdorf, an der Bahnhofstraße oder die schlimme Wüterei in der Garagengemeinschaft an der Zwickauer Straße  zwischen Massi und Café Roßberg, wo es das beste Eis weltweit gibt.
 
Daher wollte ich in Anlehnung an einen neuen Katastrophenfilm als Überschrift eigentlich nehmen: 2012 - Reichenbach endlich baumfrei.
 
Aber wirklich witzig ist das nicht.
 
Die Verluste wird man auch ohne die von mir geforderten Luftbilder leicht erkennen können und da sich auch in Kopenhagen wie vor Jahren in Rostock nur die Polizei einschlagend präsentieren konnte, wird Hiddensee versinken und Berlin Seebad werden.
 
Die Dänen haben es unserem neuen Schäuble gleich gezeigt, wie man es machen muss. Man nimmt gleich alle Demonstranten, die nicht für Obama und Merkel jubeln wollen, vorsorglich in Gewahrsam - Hurra es lebe die freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit - Hauptsache Obama bekommt den Friedensnobelpreis für die Weiterverbreitung von Landminen - Toll - Toll - Toll - oder dafür das er Guantanamo doch nicht so schnell schließt und noch mehr Soldaten nach Afghanistan schickt.
 
Ach Afghanistan und unser junger Adliger, es hat ja medial immer noch den Anschein, dass die, die in ihrem Namen ein “von” und “zu” haben irgendwie besonders mit Schönheit, Reichtum und Macht gesegnet sind - und das neunzig Jahre nach der Abschaffung der Monarchie - “Lang lebe der Kaiser!”
 
Aber zurück zu Karl Theodor (ob nun mit oder ohne Bindestrich bleibt gleich) - gleich ob er nun Schuld ist oder nicht, er muss büßen, obwohl das im Strafrecht ja nicht so sein sollte, habe ich nach den letzten Aktionen unserer Behörden den Eindruck, dass denen der Zusammenhang von Schuld und Strafe auch egal ist, Hauptsache man kann was medial vortragen und gewichtig tun und gewichtig tut nun auch Karl-Theodor und zwar ganz gewichtig rumrudern, darf man - und der Gedanke ist nicht mal von mir, sondern von Christoph, also darf man in einem Land, in dem die Todesstrafe durch das Grundgesetz seit 1949 abgeschafft worden ist - einfach jemanden töten, ob nun mit Bomben oder Kugeln, der einen nicht paßt und den man für einen Terroristen hält - und darf dann jeder auch in Deutschland und nicht nur auf deutsch bewachten Boden in Afghanistan jeden töten, von dem er meint er sei ein Terrorist?
 
Diese Fragen läßt Karl(-)Theodor offen, aber immerhin sind wir in Afgahnistan jetzt endlich auch offiziell im Krieg, deswegen sollte die Überschrift eigentlich auch: Endlich ist Krieg in Afghanistan heißen.
 
Aber sie heißt: Kultur und Kampf vorm Fest
 
Und das deswegen, weil mir die netten Kultur-Zombies, die sich aber einen ganz tollen anderen Vereinsnamen gegeben habe, den ich mir zwar noch nicht merken kann, den wir uns alle aber merken sollten, da der Verein Vida Libre e.V. (ich weiß ja was es auf Deutsch heißt) uns das freie (Kultur)leben bringen will, was heißt junge alternative Kultur und Ihre erste Veranstaltung ist auch bald und deshalb jetzt Reklame:
 
 “der Verein Vida Libre e.V verantstaltet am

Dienstag, 22.12 von 17-21 Uhr im Haus der Vereine in Reichenbach(Fritz-Ebert-Straße)

einen Abend zum Thema “light graffiti”.

Unser Ziel ist es den Verein Vida Libre e.V. und die Kunstform des “light graffiti”(sprayen mit Licht) vorzustellen.Wir laden hiermit alle Reichenbacher herzlich zu dieser Verantstaltung ein.Für das leibliche wohl unserer Besucher ist ebenfalls gesorgt.Kreativität und Ideenreichtum sind willkommen.”

 
Soviel zum Thema Kultur außerhalb von Kreuz- und Thomanerchor, obwohl die auch sehr schön sind, aber junge neue kreative Ideen kann es nie genug geben, leider gibt es sie zu selten - handverlesen wünscht Vida Libre Erfolg und wird auch weiter dieses Projekt begleiten.
 
Leider bedarf es vor dem Fest auch noch des Kampfes und damit meine ich nicht den um die letzte Spielkonsole bei expert Müller (Schleichwerbung), sondern wirklich den Kampf der Enka-Werker um das Überleben ihres Betriebes und ihrer letzten Hoffnungen, für ein Überleben der Produktion, wobei sie das möglich Scheitern vor Augen haben.
 
Trotzdem: Kopf hoch - nicht die Hände!
 
 
Henry Ruß hat gemeisam mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Enka-Werke Klaus Wirth noch eine Aktion vor dem Fest organisiert und die ist, handverlesene Blitzmerker werden es feststellen auch am Dienstag, als erst zu Enka und dann zum “Freien Leben” - naja etwas makaber ist es schon.
 
Hier ist der Aufruf von Henry an die Ortsgruppe der Partei DieLinke, eingeladen sind darüber hinaus aber alle, die den Enka-Werkern ihre Solidarität zeigen wollen - gerade vor Weihnachten - gerade in einer Zeit wo für sie die letzten Hoffnungen schwinden und keine neue Hoffnung  geboren wird.
 
 
Liebe GenossInnen, liebe Mitstreiter,
 
trotz der vielen vorweihnachtlichen Lichter gehen selbige offenbar nun endgültig in Elsterberg bei den Enka-Werkern aus.
Die letzten Hoffnungen haben sich zerschlagen. Klaus Wirth hat angekündigt, die Mahnwache vor dem Werkstor bis zum
Jahresende fortzusetzen.
 
Wir möchten den Enka-Werkern auch weiterhin unsere Solidarität zeigen.
 
Bitte kommt am
 
Dienstag, dem 22.12.2009, um 15.00 Uhr zur Mahnwache!
 
 
Bringt soviel Menschen mit, wie möglich. Wer es erübrigen kann, bringt eine Flasche oder gleich eine Thermoskanne Glühwein mit. Die Aktion soll nicht lange dauern. Wenn wir uns auch nur eine halbe oder eine ganze Stunde bei den KollegInnen der Mahnwache aufhalten, so können wir ihnen vielleicht doch ein wenig Mut und die Hoffnung geben, dass es Menschen gibt, wir Linken, denen ihr Schicksal nicht gleich ist.
 
Lasst uns zeigen, dass wir Linken auch nach Wahlen noch für die Menschen da sind.
 
Wenn möglich, gebt bitte eine Rückmeldung, entweder per Mail , SMS oder Anruf an Henry Ruß aus Reichenbach.
 
Mit solidarischen Grüßen
Henry Ruß
 
DIE.LINKE
Reichenbach
 
Mob.: 01 52/ 54 50 83 39
heinrichruss@aol.com 
 
 
snow_top

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/AR-InternetBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.