handverlesen

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AprilApril – Hexenohmd oder Ostern war voriges Jahr

 

handverlesen hat seine Leser wieder mal geraume Zeit auf die Folter gespannt – Detlef – Wolfgang und …. fragten schon an, wie lange handverlesen Neujahr feiert, naja, handverlesen hat das Welt- und Regionalgeschehen aus der Distanz beobachtet und gedacht: Mal sehen, was die Zeit so bringt, denn vieles erledigt sich bekanntermaßen durch Zeitablauf und nichts ist so veraltet wie die Zeitung von gestern.

 

Immer wieder Auferstehung …

 

Aber es gibt auch Ereignisse, die kommen immer wieder, so z. B. Ostern und sie bewegen noch immer unsere Leser. So schrieb unser Leser Dieter Lindner  ein Jahr nach dem Erscheinen des handverlesenen Artikels zu diesem Fest einen Kommentar dazu und eine Erwiderung auf den von Bernd Merling. Auch wenn man sicher über den Ursprung des Namens streiten kann: Eines bleibt, das Fest ist sehr viel älter als 2010 Jahre und hat seinem inhaltlichen Ursprung im Frühlingserwachen, was auch immer die Religionen ansonsten noch hineininterpretiert haben.

 

Das Gute an wordpress und dem Internetarchiv ist ja, dass der gewogene Leser ohne viel Mühe im April 2009 nachschauen kann, was handverlesen zu Ostern geschrieben hat und mich entbindet es von der Pflicht, etwas Neues dazu zu schreiben oder mich gar zu wiederholen.

 

Wieder eine Errungenschaft, die für die Entschleunigung des Lebens nutzbar gemacht werden konnte.

 

hexenohmd21

Foto: handverlesen - Hexenohmd 2010 - Oberheinsdorf

 

Immer wieder Hexenohmd

 

Ich gebe zu, immer wenn mich der DLF wieder besonders genervt hat, verfalle ich doch dem Mainstreamradio und höre in dessen Reichweite Vogtlandradio, auch weil regionale Nachrichten dort am schnellsten zu erhalten sind.

 

Nunmehr muss ich mir das aber überlegen, nachdem durch eine Redakteurin aus ¾ 4 Uhr schon mal viertel vor 4 Uhr wurde und man anstelle von Hexenohmd (hochdt. Hexenabend) oder Hexenfeuer oder auch Höhenfeuer in den Nachrichten ein „Brauchtumsfeuer“ (das Wort kennt noch nicht mal die Dudenkorrektur meines Computers) sprach.

 

Aber ich habe noch Hoffnung, dass entweder mein Redakteur des Vertrauens diese Zeilen liest und entsprechend auf die Chefredaktion einwirkt oder sich die beiden Redakteure, die wohl in bewusster Abgrenzung zur Nachrichtenredaktion, mehrfach von Hexenfeuer und Hexenabend sprachen, durchsetzen und die regionale Sprache wieder pflegen, weil auf den Verlust der Sprache  der Hörer folgt der Verlust der Hörer und aus dem regionalen Vogtlandradio wird niemals Radio Stuttgart, so sehr sich das vielleicht Teile der Redaktion auch wünschen. 

 

 

 

3 : 0

Ebenfalls mit baffer Verwunderung hat handverlesen zur Kenntnis genommen, dass für den einen runden Tisch der sich mit dem sexuellen Missbrauch  in der katholischen Kirche oder in westdeutschen Privatschulen und Internaten beschäftigt gleich drei!!! Bundesministerinnen zuständig fühlen, für den anderen – bereits seit längerem bestehenden – runden Tisch bei dem es um die Misshandlung und die Ausbeutung von ca. 500.000 westdeutschen Heimkinder geht und die dafür 25.000.000.000,00 € (in Worten 25 Milliarden Euro), also gerade mal 50.000,00 € Entschädigung pro Opfer, fordern, kein(e) einzige(r) Bundesminister(in) oder Kanzlerin.

 

Möglicherweise wiegen die vielleicht 1.000 Opfer sexueller Gewalt auch deshalb schwerer als 500.000, weil sie die Kinder der Eliten sind und die Heimkinder keine solch starke Lobby haben.

 

Leid und Unrecht kann man nicht gegeneinander aufrechnen – der Spruch stimmt im Prinzip, wie damit aber öffentlich umgegangen wird, sollte man schon gegenüberstellen dürfen.

 

Denken wir dabei nur an die Heldenverehrung für die toten  deutschen Afghanistankrieger, vor den auf Befehl eines deutschen Offiziers getöteten 140 Afghanen verneigt sich der Bundestag nicht – ist das Leben von deutschen Soldaten mehr wert als das ihrer Opfer?

 

Und was sagt die Bundesanwaltschaft – „Freispruch“  - gleich mal ohne Gerichtsverfahren für Oberst Klein – deutsche Soldaten sind nicht nur mehr wert, sie dürfen sich sogar als Herren über Tod oder Leben gerieren.

 

Frei nach Tucholsky bleibt dann nur: „Bundesanwälte sind Mordgehilfen“, zur vorgeblichen Gewaltenteilung und Rechtstaatlichkeit in der BRD kommen wir später.

 

Wobei der Ausspruch von Bismarcks Justizminister Gerhard Adolf Leonhardt:

 

- „Solange ich über die Beförderungen bestimme, bin ich gern bereit, den Richtern ihre sogenannte (!) Unabhängigkeit zu konzedieren“. -

 

wohl heute noch genau so erschreckend aktuell ist und das Handeln und die Entscheidungen von Juristen prägt, wie zu Kaisers Zeiten.

 

Wenn es dafür eines Beispiel in der letzten Zeit aus Sachsen bedurfte, so zeugen davon allein die Verfolgungsansinnen der StA Dresden gegenüber André Hahn und Bodo Ramelow und weiteren Linken im Anschluss an die friedliche Blockade der Nazidemo am 13.2.2010.

 

Man darf jetzt, nachdem auch SPD-Vorzeigebürgerrechtler Wolfgang Thierse in Berlin an einer solchen Blockade einer Nazi-Demo teilgenommen hat, gespannt sein, wie die Verfahren fortgeführt werden. Auch wenn die Gewerkschaft der Polizei nach dem Videotext des MDR von heute diesen Protest Thierses als „populistisch“ verunglimpfte – welche politische Ausrichtung hat eigentlich diese „Gewerkschaft“?

 

Wie rechts darf eine solche Organisation von Polizisten – Beamten des staatlichen Gewaltmonopols – sein?

 

Wir werden es beobachten, so wie sie uns :-)

 

Termine

 

Dienstag, 4. Mai, 19.30 Uhr, Neuberinhaus Reichenbach – Diskussion zur Bildung – siehe dazu gesonderten Beitrag

 

Sonnabend, 8. Mai, Tag der Befreiung, 11.00 Uhr Bürgerholz Reichenbach, Gastredner: Dr. Ilja Seifert

 

 

 

 

 


KIND-orientierte Bildung vs. Realität

Was ist eigentlich kindorientierte Schulbildung? Am besten beginne ich wortsinngemäß: Das Kind, jedes einzelne, mit seinen Stärken und Schwächen steht im Mittelpunkt, die Anleitung des Pädagogen, ja, ich hab mir das von der Klausurtagung gemerkt, holt den Schüler/die Schülerin dort ab, wo seine Kompetenzen bisher entwickelt sind.  Kind,  Eltern und Pädagogen stecken dann gemeinsam den [...]

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