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Freie Deutsche Populisten - Die 100 Milliarden der FDP - und der entfesselte Parteienwanderer Käppel

Ich will ja nicht die ehrlichen Beweggründe für die politische Arbeit von Jörg und Veit in Abrede stellen, aber dass was die Bundes- und Landes-FDP und Dieter Käppel in letzter Zeit von Stapel lassen, kann nur als Populismus in Reinkultur bezeichnet werden.

In der Landtagswahl wurde in Radio versprochen die Steuern zu senken - auf die Höhe von welchen Steuern hat denn das Land Sachsen allein Einfluss, die wirklich erheblich in die Einkommen der Wähler eingreifen? Die Vergnügungssteuer?

Ach ja Arbeit soll sich wieder lohnen? Also Steuern und Abgaben runter!

Mehr Bildung. Mehr Kosten.

Mehr Ärzte. Mehr Kosten.

Und der Krieg in Afghanistan soll natürlich weitergehen.

Wer soll das eigentlich, die Gewerkschaft verdi errechnet 100 Milliarden Euro Kosten, alles bezahlen?

Die Banken? Die, die durch die von FDP und CDU und SPD vorangetriebene Liberalisierung in Schräglage geraden sind und Hunderte von Milliarden Steuergelder gekostet haben und noch immer kosten. Wer zahlt das eigentlich nach der Wahl? Und die Kosten für die Abwrackprämie?

Eins ist sicher die Besserverdienenden oder gar die wirklich Reichen sicher nicht, zumindest nicht, wenn es nach der FDP geht, da war sie vor Jahren noch ehrlicher.

Jetzt wird Allen Alles versprochen, obwohl nicht ganz, die einzigen die nie erwähnt werden sind die Alg-II-Empfänger, Rentner oder die mit einem geringen Einkommen.

Mindestlohn, Abschaffung der Rente mit 67 oder Erhöhung des Hartz-IV-Satzes, keine Studiengebühren - Fehlanzeige.

Sozialabbau zur Finanzierung der Banken - die einzige logische Alternative bei den Versprechungen der FDP.

Jörg und Veit klärt mich bitte auf, auch als Stadträte einer ostdeutschen Kleinstadt, mit einem starken Anteil von Hartz-IV-Empfängern, Arbeitslosen, Beziehern von kleinen Einkommen und Renten, welche Auswirkungen das auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt haben wird, noch dazu, da sich  die schwierige Lage der Unternehmen  nur allmählich bessert.

Und verweist mich bitte nicht an Dieter Käppel, der scheint durch das Wechsel der Parteien derart in Schwindel geraten zu sein, dass er die wirtschaftliche Realitäten des Landes und dessen Ursachen nicht mehr richtig erkennen kann.

Auf sein kurz vor der Wahl verbreitetes Pamphlet möchte ich nicht im Detail eingehen, es zeigt nur, dass Dieter jeglicher noch so unpassender Vergleich recht ist, um seine Wahlchancen zu erhöhen, nur sei er darauf hingewiesen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise gerade die Folge des ungebändigten Kapitalismus ist und das die Befreiung des Kapitalismus in der BRD von sozialen Schranken durch die SPD unter Schröder und da gehörte Dieter ja noch der SPD an - erfolgte und von der FDP, der er derzeit angehört, vorangetrieben wird.

Der Kapitalismus scheitert also gerade an sich selbst und an dem für das Dieter Käppel steht, den unsozialen Almosenkapitalismus.

Und da ist es fast ein Hohn, dass er sich - natürlich vor der Wahl -  in Arbeitshose mit der Schaufel in der Hand für die Zeitung ablichten lässt und um Hilfe für seinen Teich bittet. So eine Bitte von Dieter gab es schon mal vor einer Wahl wegen „seiner” Wanderwege.

Alle kamen und haben gearbeitet nur Dieter war nicht da und kam am Ende mit dem Auto und der Verpflegung als milder Gabe, ja bei Inszenierungen war er immer groß dabei und die bürgerliche Presse greift diese immer wieder dankbar und ungeprüft  auf.

Und abschließend sei Dieter darauf hingewiesen, dass Die Linke nichts dafür kann, dass ihm die FDP keinen sicheren Listenplatz  für den Landtag gegeben hat.

Aber nachdem Dieter das letzte handverlesen gelesen hat und sich noch schnell vor der Wahl mit dem Ökomobil auf einem Wahlplakat zeigte und auch pflichtbeflissen und anbiedernd erwähnte, dass er den Fördermittelbescheid dafür von MP Tillich persönlich überreicht bekommen hat, kann er vielleicht nach der Ära Alfons Kienzle zur CDU wechseln und dann nach den langen Jahren bei Splitterparteien vielleicht auf einen sicheren CDU-Direktwahlkreis für den Landtag hoffen, wenn er denn dann noch für die CDU sicher ist, was wir doch nicht hoffen wollen.


2 Kommentare zu “Freie Deutsche Populisten - Die 100 Milliarden der FDP - und der entfesselte Parteienwanderer Käppel”

  1. Wolfgang Zahn

    Manche “Möchtegern-Politiker” wandeln gerne in der Tierwelt. Das Chameleon läßt grüßen… Spaß beiseite. Die FDP ist das Letzte was dieses Land braucht, siehe solche erfahrenen Hasen wie Graf Lambsdorf, der Korrupte oder Genschman, auf dessen schnelle Anerkennung Kroatiens (noch vor den USA!!) ein barbarischer Bürgerkrieg in Jugoslawien entbrannte und Teutschland den Anlaß für ebensolche barbar. Bombardements auf dem Balkan fand, im Namen der Freiheit, der Demokratie und der westlichen Werte versteht sich. Mich kotzt das alles an.

  2. Matthias

    Man tue es sich einmal an und lese das ausführliche Wahlprogramm der FDP (nicht nur das vorgekaute Schönwetterkurzwahlprogramm). Dort wird, zwar recht verklausuliert aber immerhin, Klartext gesprochen und es ist erschreckend. Diese kreidefressenden FPDler sind im Moment wirklich extrem anstrengend. Denen müssen die Masken heruntergerissen werden, um den Bürgern zu zeigen, was sie mit der FDP wirklich erwartet und wie z.B. eine Senkung von Steuern und Sozialabgaben und der Ausgleich durch indirekte Steuern, sprich drastische Mehrwertsteuererhöhung zu Lasten der Armen, in der Gesellschaft aussehen werden.
    Wer weiterhin wissen will was uns mit Schwarz-Gelb blüht der lese das: http://die-linke-klingenthal.de/wordpress/?p=1827#more-1827 und das: http://www.liberale.de/files/653/FDP-Bundestagswahlprogramm2009.pdf

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