handverlesen

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handverlesen wünscht: Ein fröhliches, ein mutiges, ein …-freies 2010

Nachdem nun viele Weltanschauungen und Religionen das Umfeld der Wintersonnenwende genutzt haben, den Beginn eines neuen Jahres zu verkünden, wünscht auch handverlesen seinen auserwählten Lesern ein fröhliches, ein mutiges Jahr 2010.

 

Obwohl ich heute im Radio gehört habe, dass im Iran erst in den nächsten Wochen das neue Jahr beginnt und der Iran ja nicht einfach übergangen werden darf, kann handverlesen trotzdem nicht auf alle warten, sonst ist  schon das nächste Jahr rum.

 

Auch das Rätsel um die im Titel aufgeführten “…” wird handverlesen erst später aufklären, doch ich denke einige eingeweihte, insbesondere vogtländische Leser werden wissen, was sich dahinter verbirgt, es sind drei Buchstaben, die die Abkürzung für eine - zumindest seit Ende 2009 in RC - allgegenwärtige, alles beherrschende gefürchtete Institution sind - Kochmütze lach jetzt nicht - wer weiß, wen sie als nächstes heimsucht. 

 

Zunächst genug der Geheimniskrämerei um nicht gefundene Schätze, was brachte uns das neue Jahr:

 

Mut

Die vollständige Blockade der Nazidemo in Dresden am 13.02.2010 durch alle demokratischen Kräfte von den Linken bis zur CDU, von den tschechischen Kommunisten bis zur Grünen Jugend, vom Schwarzen Block bis zur ebenfalls in Schwarz gekleideten Polizei, hat den alten Spruch der Arbeiterbewegung in abgewandelter Form neu mit Leben erfüllt:

“Alle Nazis stehen still, wenn der bunte Block es will”.

Dazu mehr in der handverlesenen Berichterstattung aus Dresden.

 

Fröhlichkeit

So wie sich handverlesen im aufopferungsbereiten Selbstversuch der Gefährlichkeit eines Palestinensertuches stellt, so fröhlich und konsequent sollten wir auch im Jahr 2010 dem Aberwitzigen des Dogmas entgegentreten und es so als Dogma entlarven.

Denn Fröhlichkeit und Transparenz sind natürliche Verbündete im Kampf gegen Scheinheiligkeit, Dünkel und Vorurteile.

siehe dazu die Livereportage mit Fotodokumentation weiter unten

 

Diskussionen:

1. Hartz IV

Der Bundesarbeitsdienstminister Westerwelle von der Mövenpick-Partei (vormals FDP) fordert, wie auch der für seine soziale Ader bekannte MP Koch aus Hessen, dass alle Hartz-IV-Empfänger für die gewährten Almosen arbeiten müssen und zwar immer und zu jeder Zeit - “Wer nicht arbeitet muss weniger haben, als der der arbeitet!”

Hurra Westerwelle hat das sozialistische Leistungsprinzip wiederentdeckt, er will die Erben von Millionenvermögen, die nicht arbeiten, aber von den Zinsen sehr gut leben, wenn schon nicht enteignen, dann doch wenigsten mit einer deftigen Vermögenssteuer überziehen, damit sie endlich gezwungen werden zu arbeiten und nicht schon früh in der Hotellobby Champagner zu saufen.

Da bleibt dann sicher auch noch was für die Bildung und Bildungsgerechtigkeit, für mehr Lehrer und Pädagogen, für Ganztagsschulen, Jugendhilfe und Jugendarbeit,  kostenfreies Schulessen, kostenfreies Studium und die Sanierung von Kindereinrichtungen und Schulen, Turnhallen, Schwimmbäder, Theatern, Kultureinrichtungen … übrig.

 

Nicht Hartz IV ist zu hoch, sondern die Dumpinglöhne im Niedriglohnbereich sind zu niedrig und  die - und alle SPD und Grüne-Wähler sollten auch Buße tun - rühren noch von der Agenda 2010 des Gazprom-Kanzlers Schröder her.

 

Und daher sollten wir Westerwelle nur richtig verstehen, er fordert den gesetzlichen Mindestlohn, denn nur wenn der so um die 8,00 € und höher pro Stunde liegt, ist ein Abstand zur Armutsgrenze gegeben.

Gerade im Hinblick auf diejenigen, z. B. Friseurinnen, die neben einer 40 Stunden Arbeitswoche noch ergänzendes Hartz IV beantragen müssen eine tolle Idee.

 

2. Jesuiten

Bei der öffentlichen zur Schau gestellten Betroffenheit über die Mißbrauchsfälle bei den Jesuiten oder in der katholischen Kirche überhaupt fällt handverlesen immer nur eins auf.

Trotz der langen Verjährungsfristen sind die aufgedecken Taten immer bereits seit Jahren verjährt und bestimmt werden in zehn Jahren  die Taten öffentlich aufgedeckt, die in fünf Jahren verjähren.

 

3. Spätes Rom

Wer die Geschichte des späten Roms kennt, weiß, es trat eine neue Religion, nachdem sie zuvor von den selben Herrschenden  blutig mit Armeen verfolgt wurde, mit aller Macht und Härte ihren Siegeszug mit den selben Herrschenden an, eine dekadente Hochkultur ging unter, es folgte auf die Anbetung vieler Götter eine einfachere, streng monotheistisch geprägte Gesellschaft, die  mit nur einem Buch und ohne den Pomp Roms auskam, die sich aber selbst versorgte und nicht dem Prinzip von “Brot und Spiele” zur Unterdrückung der nicht gebrauchten römischen Bevölkerung folgte -

 

— und was folgt heute  — Geschichte wiederholt sich ja —

Ach du ….

Gott bewahre uns vor einer Machtübernahme durch die Taliban.

 

Da hilft nur unser handverlesener historischer Optimismus, der sich daraus speist, dass sich Geschichte zwar wiederholt aber nach dem Spiralenmodell auf höherer Stufe …

 


3 Kommentare zu “handverlesen wünscht: Ein fröhliches, ein mutiges, ein …-freies 2010”

  1. handverlesen

    Das hab ich noch vergessen:

    Die waffentechnisch und militärisch und zahlenmäßig weit überlegenen Römer wurden am Ende ihrer Zeit von scheinbar völlig unterlegen “Barbaren” - heute würde man sie wohl Terroristen oder Aufständige nennen - überrannt.

  2. Ullrich F.
  3. Ullrich F.

    (2. Versuch - einfache Linksetzung, nachdem wohl das “einbasteln” von Fotos in den Kommentaren nicht funktioniert)

    http://oelsnitzer.blogger.de/static/antville/Oelsnitzer/images/01_plakat_cdu.jpg

    http://oelsnitzer.blogger.de/static/antville/Oelsnitzer/images/02_plakat_fdp.jpg

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