handverlesen

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KIND-orientierte Bildung vs. Realität

Was ist eigentlich kindorientierte Schulbildung? Am besten beginne ich wortsinngemäß: Das Kind, jedes einzelne, mit seinen Stärken und Schwächen steht im Mittelpunkt, die Anleitung des Pädagogen, ja, ich hab mir das von der Klausurtagung gemerkt, holt den Schüler/die Schülerin dort ab, wo seine Kompetenzen bisher entwickelt sind.  Kind,  Eltern und Pädagogen stecken dann gemeinsam den Weg und die Etappen ab, die zur Erreichung der Bildungsziele für dieses spezielle Kind führen, wobei neben Bildungskompetenzen, wie Lesen, Rechnen, Sprachen … auch die soziale Kompetenz gehört, die insbesondere Toleranz, Kommunikation und gewaltfreien Umgang miteinander umfaßt.

bühnentalk

Soweit die Theorie moderner Bildung - wie sieht die Realität aus:

 

Das dreigliedrige Schulsystem, geschaffen um Arbeiter, kaufmännische Angestellte und Akademiker getrennt voneinander, selektiv auf nur ihre vorgegebene Rolle vorzubreiten hat sich überholt.

Lebenslanges Lernen, die Forderung von  Flexibilität in der Berufswahl und -ausübung, erfordern erstmal ein längeres gemeinsames Lernen, damit sich insbesondere die individuellen Fähigkeiten des einzelnen Kindes nicht in vorgegebenen Lehrplanrastern verlieren, als  Stichworte hier nur: Unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten des Einzelnen mit der Folge entweder Unter- oder Überforderung bei der zu frühen Auswahl des Bildungsweges.

Neu ist das  alles nicht, nur zeigt gerade der uns benachbarte Freistaat Bayern, dass gerade im Ergebnis des dreigliedrigen Schulsystems z. B. die soziale Fähigkeit des Lernens vom Anderen verlorengeht, insbesondere bei denen, die Nutznießer dieses Systems sind.

Nirgends im gesamten europäischen Raum ist der Erwerb des Abiturs mehr von der sozialen Herkunft, sprich vom  Geld, der Eltern abhängig wie in Bayern.

Deutschland kann sich das auf Dauer nicht leisten, dagegen spricht die Überalterung der Bevölkerung und vor allem, die sinkende Einwohnerzahl. Auch verfügt Deutschland weder über Erdölreserven noch sonstige Bodenschätze, soll der Lebensstandard nur annähernd gehalten werden ist die bestmögliche Bildung jedes einzelnen Kindes unverzichtbar und dafür muss jedes einzelne Kind im Mittelpunkt der Arbeit der Pädagogen stehen, womit wir wieder am Anfang des Artikels wären.

Am 4. Mai 2010 diskutieren Pädagogen  der Montessori-Grundschule Limbach und dem Futurm-Gymnasium Mylau, die beide in  freier Trägerschaft  des Evangelischen Schulvereins Vogtland e. V. stehen, sowie des Goethe-Gymnasiums und der Weinholdgrund- und mittelschule Reichenbach über den Anspruch und die Anforderungen an heutige Bildungseinrichtungen, deren konzeptionelle Weiterentwicklung im vorgenannten kindorientiertem Sinne und hoffentlich auch über Lösungswege,  Bildungsungerechtigkeiten zu beseitigen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

handverlesen ruft dazu auf zahlreich um 19.30 Uhr auf der Bühne des Neuberinhauses Reichenbach, Eingang von hinten über den Bühneneingang,  zu erscheinen und sich auch aktiv an dieser Diksussion zu beteiligen, auch wird handverlesen selbst vor Ort sein.

Links:

Montessori-Schule Limbach www.schule-vogtland.de

Futurum Mylau: www.futurum-vogtland.de

Goethe-Gymnasium Reichenbach: www.goethe-gymnasium-reichenbach.de

 Weinholdschule: www.weinholdschule.de

 

 


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