handverlesen

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Die CDU und der christliche Fundamentalismus

Einem recherchierenden (so was Seltenes soll es doch tatsächlich noch geben) Zeitungsredakteur und einem handverlesenen Leser sowie dem ND (15.02.2010, Seite 5) sei Dank, dass sich doch Belege finden, die die Vermutung belegen, dass gerade im atheistischen Ostdeutschland nach 1990 insbesondere in den Reihen der CDU christlich-fundamentalistische Gruppen eine immer bestimmendere Rolle einnehmen.

Bis hin zu den Kreationisten, dass sind „Wissenschaftler” und Personen, die allen Ernstes die Bibel derart naiv verkürzt auslegen, dass die Erde und das gesamte Weltall erst seit 10.000 Jahren existieren.

So deckt das ND in der o. g. Ausgabe auf, dass die thüringische Ministerpräsidentin Lieberknecht den Kreationisten Reinhard Haupt für das Bundes-verdienstkreuz vorgeschlagen und ihm auch überreicht hat, vielleicht war die Übergabe dem eigentlich zuständigen Bundespräsidenten dann doch zu heikel.

Lieberknecht steht damit in der Tradition ihres Vorgängers Althaus, der ebenfalls einen Kreationisten, Siegfried Scherer, zum „Erfurter Dialog” in die Staatskanzlei einlud, um „verschiedene Theorien zur Entstehung des Lebens” zu debattieren. Erst nach Protesten von Wissenschaftlern und der thüringischen Opposition zog Althaus die Einladung zurück.

Beide, also Haupt und Scherer,  sind in der „Studiengemeinschaft ´Wort und Wissen´” aktiv, die es - auch im Gegensatz zur Mehrheit der Christen -strikt ablehnt, dass Gottesglaube und die Darwinsche Evolutionstheorie miteinander vereinbar sind, mit der Folge, dass es vor 10.000 Jahren halt nichts gab - Basta. 

Aber der christliche Fundamentalismus hat nicht nur eine leicht zu widerlegende und allgemein - zumindest im gebildeten Europa - auch nicht anerkannte wissenschaftsfeindliche Ausprägung, sondern auch eine politische.

Eine besondere Rolle spielt dabei Israel.

Wobei und das gibt es leider auch bei den Linken, Israel und Judentum mit der Maßgabe gleichgesetzt werden, dass jede Kritik an der Politik Israels als ein Angriff auf das Judentum  gewertet  und daher als antisemitisch abgetan wird, was natürlich wiederum - gesellschaftswissenschaftlich, wie auch religionswissenschaftlich, falsch ist. Es gibt halt auch Juden außerhalb Israels und Israels Politik wird von Politikern und nicht von jüdischen Religionsführern bestimmt.

Einen skurrilen Versuch diese vereinfachende Sicht  an die Mitmenschen zu bringen zeigt ein Auszug aus dem Internet einer freikirchlichen Gemeinschaft aus dem  Vogtland, wie sie handverlesen über einen Leser von dem o. g. Redakteur erreicht hat:

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„Zum Palästinensertuch:

Ein Zeichen des brutalen Terrors, ein Vernichtungszeichen gegen Israel, Ein Zeichen der Rebellion und vieles mehr. Diese Bedeutung haftet an diesen Tüchern und macht jeden, der es trägt zu einem “Arafat-Botschaftsträger”, zu einem Sympatisanten für seine mörderischen Ideen und Erbe.

Hat dieses Tuch Einfluß auf mich selbst?

Ich denke ja.

Es gibt viele Dinge, die mit dämonischen Kräften belegt sind. Und die den Träger diese Dinge langsam aber sicher tiefer in okulte Dinge ziehen, den Menschen verändern.

Die Bibel ist deutlich: Unwissenheit schützt nicht vor negativen Folgen.

Ein junges Mädchen aus unserer Gemeinde bezeugte dies, nachdem mit ihr über die Bedeutung des Tuches gesprochen wurde, sie trug es, weil es “in” war.

Sie gab Zeugnis davon, daß wenn sie das Tuch trug, sie rebellisch wurde, faul, verwirrte und unkonzentrierte Gedanken hatte und vieles mehr.

Sie machte die Probe aufs Exempel. Sie trug das Tuch - die Auswirkungen kamen sofort. Sie nahm das Tuch ab - die Auswirkungen verschwanden.”

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handverlesen konnte dies natürlich nicht so einfach hinnehmen und um sich nicht selbst des unwissenschaftlichen Herangehens schuldig zu machen, griff handverlesen zum Selbstversuch. handverlesen musste dazu sogar in den Schränken und Kommoden des eigenen Kindes nach dem längst abgelegten Utensil suchen, dass das handverlesene Kind in ihrer ersten Zeit des selbstbewussten und selbstbestimmten Ankleidens sich zugelegt hat und das daher schon so  alt ist, dass es - so glaube ich zumindest - sogar noch von Jassir (Yasser) Arafat persönlich handsigniert ist, sozusagen ein Unikat.

Das Verlauf dieses gefährlichen Experiments zeitigte aber nicht die o. g. Auswirkungen, es war halt nur schön warm am Hals und alle handverlesenen Leser können ja mal raten, ob der Autor dieses Artikels dabei das Tuch trug oder nicht oder ob es egal ist, ob er es trug oder nicht.

 

 


Sonnabend - 13.02.2010 - Dresden Nazifrei

Auch in diesem Jahr demonstrieren - selbst wenn es nur eine Kundgebung bleiben sollte -  Neonazi´s in Dresden und wollen die Bombardierung der Stadt durch die allierten Streitkräfte im 2. Weltkrieg dazu nutzen, um die Geschichte umzuschreiben.
Der verbrecherische  Krieg Nazideutschlands gegen die Völker Europas, der Millionen von Opfern kostete, kehrte 1945 nach Dresden zurück. Ursache [...]

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handverlesene Aktionen: Afghanistan - Enka - …

 
 
Das Jahr 2010 wird auch ein handverlesenes Jahr des Mutes sein müssen, insbesondere ein Jahr des Mutes zu neuen handverlesenen Aktionen gegen den Krieg, gegen Sozialabbau und für den Erhalt von Arbeit, Bildung, Natur und Frieden.
Und es beginnt auch gleich mit zwei Aktionen, die auch gleich noch am selben Tag, dem 4. Februar 2010, stattfinden. Glücklicherweise [...]

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handverlesenes Konzert in Klingenthal

Also handverlesen hat ja auch einen kulturellen Anspruch, den es mit Politik zu verbinden gilt und unser handverlesener Leser Matthias aus dem verschneiten vogtländischen Oberland - genauer aus Klingenthal - ja genau da wo die Quetschkommoden und die Skiläufer und -springer herkommen und wo die geniale Dr.-Tassilo-Lenk-Gedächtnis-Schanze, kurz Vogtlandarena genannt, steht, da findet am 19.02.2010 [...]

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Zwischendurch: handverlesener schwarzer Humor

 
 
 
 

Nach der Abschaffung der Baumschutzsatzung in Reichenbach konnte man ein Phänomen beobachten.
Die Reichenbacher Bürger pflanzten im neuen Jahr im gesamten Stadtgebiet Koniferen am Straßenrand.
Und was macht die Stadtverwaltung gemäß der nicht mehr vorhandenen Baumschutzsatzung ?
ALLE BÄUME WIEDER WEG !!!!

 
 

 

 
Text und Foto: Kochmütze
 
 
 
 
 
 
 
 

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Kultur und Kampf vorm Fest

 
 
Liebe handverlesene Leserschaft,
 
handverlesen hat sich in der letzten Zeit rar gemacht, dass lag in erster Linie daran, dass gegen Jahresende doch immer wieder viel zu erledigen ist, es ist irgendwie jedes Jahr dasselbe, ich nehm mir vor alles wird gleich und weit vorm Fest erledigt, doch dann kommt dies und jenes und Zoll dazwischen, es [...]

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Bäume Baum. .aum. ..um. …m. …..

Foto: anonymus
Nun bin ich als handverlesener Naturfreund sicher kein Dogmatiker und sicher auch kein geifernder Eiferer - beides liegt mir nicht nur bzgl. des Baumschutzes fern. Daher haben mich die scharfen Reaktionen und noch mehr die Taten der Befürworter des Mottos “Freies Sägen für Freie Bürger” doch überrascht, wer verantwortungsvoll mit den  Bäumen und deren [...]

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Das Wispern in den Kronen oder 1-2-3 ab seins

der handverlesene Aufruf sich für den Baumbestand Reichenbach´s, aber auch allgemein einzusetzen, hat eine breite - sogar mediale - Reaktion hervorgerufen. Dazu aber später.
Zunächst ist auf die ersten  Fällungen von großen - ja sehr großen - Bäumen hinzuweisen, die handverlesen bekannt geworden sind. Die Fällungen wurden von handverlesen bzw. den Reichenbacher Baumwächtern beobachtet und dokumentiert, [...]

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Mein Freund der Baum. — Ist tot?

Die Landesgartenschau in Reichenbach ist Geschichte und mit ihr auch das grüne Gewissen der Stadt.

Genau mit dem letzten Tag der LAGA, dem 18. Oktober 2009, tritt die städtische Satzung zum Schutz von Bäumen und erhaltenswerten anderen Gehölzen ersatzlos außer Kraft.
 
Mit den Stimmen des Oberbürgermeisters Dieter Kießling (CDU), seinen beiden Bürgermeistern Bernd Suhr (CDU) und Werner [...]

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Zitat der Woche: “Der Dissident”

Liebe handverlesene Leser manch Artikel überrascht mich derart, dass ich ihn meiner Leserschaft nicht vorenthalten will und in handverlesen, ggfls. auszugsweise, veröffentliche.
In dieser Ausgabe wird diese Ehre dem türkisch-deutschen Schriftsteller Feridun Zaimoglu zu teil, mit seinem Artikel in der Freien Presse vom 15.10.2009 und seiner Sicht auf die Spezi der ostdeutschen Dissidenten vor und nach [...]

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